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Dunedin

Die Hauptstadt der Südprovinz von Otago ist Dunedin. Sie liegt zwischen einer wilden Küste und gleichzeitig ist sie umgeben von sanften von Wein- und Obstanbau geprägten Hügeln. Sie wurde vor allem durch die Goldgräber in der Vergangenheit entdeckt und ist auf Grund ihrer landschaftlichen Schönheit bekannt geworden. Sie liegt am Naturhafen und erstreckt sich über die Hänge eines natürlichen Amphitheaters.

Das Aufleben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts führte dazu, dass eine viktorianisch geprägte Stadt mitten im Südpazifik entstand. Das schottische Erbe ist überall zu spüren. Schon der Name Dunedin verrät seinen außergewöhnlichen Charakter.

Er ist die schottische Bezeichnung für Edinburgh. Auch eigener Whisky wird hier hergestellt. Allerdings ist die Landschaft um einiges hügeliger als in der schottischen Hauptstadt und das Wetter ist hier wesentlich besser. Bei einigen Einwohnern muss man genau hinhören: Sie sprechen im typisch schottisch rollenden Akzent und die Architektur orientiert sich ebenfalls an seinen Vorbildern.

Die University of Otago, die Otago High School oder die Polizeiwache folgen architektonischen Entwürfen, wie sie in England zu finden sind. Im Zentrum der Innenstadt steht die Statue des schottischen Nationaldichters Robert Burns in der Nähe des Octagon, einem achteckigen Platz.

Schon in seinen Gedichten provozierte er mit seiner leidenschaftlichen Hingabe zum Leben und gleichzeitige Abwendung zur Religion. So steht er auch hier mit dem Gesicht zur Kneipen gerichtet, mit der St. PaulŽs Cathedral im Rücken. Dunedin ist eine typische Universitätsstadt.

Die University of Otago hat eine verblüffende Ähnlichkeit zur Universität von Glasgow und zählt bis zu 133.000 Studenten jährlich. Diese große Besucherzahl lässt alle Nähte des Campus platzen. Das Hochschulgelände ist von modernen Gebäuden gesäumt. Die vielen Studenten tragen ebenfalls dazu bei, dass die Stadt ein typisches Studentenflair erhält: Sie sorgen für lange Kneipennächte und eine belebte Kulturszene in der Stadt.

Im historischen Kern der Stadt, wo noch schiefe Dächer die Bauten schirmen, kann man den ursprünglichen viktorianischen Charakter wiederentdecken. Ein Juwel der Stadt ist aber vor allem der ungewöhnliche Bahnhof. Er ist in edwardianischer Architektur gestaltet worden und beeindruckt vor allem mit dem Rayal-Doulton-Fußbodenmosaik und den fein gearbeiteten Glasfenstern mit Eisenbahnmotiven.

Man hat die Möglichkeit, einen Ausflug mit dem Museumzug durch die Taiero-Schlucht zu unternehmen oder die Tierwelt im Taiaroa Head bestaunen. Eine Besichtigung der dort lebenden Albatrosse, Pinguine und Seehunde ist wirklich empfehlenswert und nur 45 Autominuten von Dunedin entfernt. Auf dem Weg dorthin gibt es weitere interessante Regionen zu erkunden: Felsige Strände, steile Klippen und einsame Sandbuchten prägen hier das Landschaftsbild. Außerdem liegt das Larnach Castle und Portbello, die größte Ortschaft der Halbinsel auf dem Weg.