Studium Neuseeland
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Gepäck Neuseeland
Was sollte man unbedingt mitnehmen??
Wenn man zu dem Moment kommt, wo man seine Taschen packen muss, hat man sich meist nur grobe Gedanken gemacht, was man am besten denn so alles mitnehmen sollte. Das Offensichtliche sticht einen natürlich sofort ins Auge, wie zum Beispiel einen Rucksack zum Trampen, wetterfeste Sachen für den Fall der Fälle, dass es regnet, den Reiseführer selbstverständlich und Waschzeug. Es gibt aber so manche Dinge, die man gerne hätte einstecken wollen, was einem jedoch erst vor Ort so richtig bewusst wird. Diese Momente, in denen dieses „ach hätte ich mal….“ Kam, traten bei mir nach und nach auf, sodass ich nun ein paar Tipps geben kann, was man unbedingt einstecken sollte!
Ganz zu Beginn stellt sich die alles entscheidende Frage, ob man lieber einen Rucksack oder einen Koffer nimmt. Je nachdem für welche Reiseart man sich entscheidet, wird diese Entscheidung unterschiedlich ausfallen. Gerade für backpacker eignet sich ein Rucksack besser, da man diesen auch im Gelände transportieren kann. Ein Koffer ist an dieser Stelle immer wesentlich klobiger.
Bekleidung
Neben der „Standardausrüstung“, lange und kurze Sachen, sollte man sich besonders für die Südinsel warme Sweater oder Fleece-Kleidung mitnehmen, da besonders die Nächte im Süden im Vergleich zur Tagestemperatur sehr frisch sind. Am Tage ist es heiß und in der Nacht kann man gar nicht genug anziehen, besonders wenn man mit einem Zelt oder im van unterwegs ist. Apopros heiß! Die Sonne brennt in Neuseeland unbarmherzig vom Himmel, was einen Hut fast unentbehrlich macht.
Die neuseeländischen Häuser verfügen in der Regel nicht über eine Heizung, sodass man an dieser Stelle auch vorsorgen sollte, indem man sich ein paar warme Sachen mitnimmt.
Ganz wichtig sind ebenso wasserfeste Hosen und Jacke, denn das Wasser kommt nicht nur von oben. Bei den diversen Aktivitäten, die man in Neuseeland machen kann (Jetboat, Kajak, Höhlentouren etc.) wird man ebenso nass und wasserfeste Kleidung ist dann von Vorteil.
Allgemein kann man sagen, dass man sich nicht die beste Kleidung mitnehmen muss. Hat man vor zu arbeiten, sollte einem bewusst sein, in welcher Branche. Für die Gastronomie/Hotelwesen empfehlen sich eine schwarze Hose und schwarze Schuhe, für das klassische fruitpicking steckt man sich am besten ältere Sachen ein.
Dazu kommen noch natürlich Badesachen!
Bei der Auswahl der Sachen sollte man darauf achten, dass man nicht gerade die schweren Jeans und dicke Wollpullover einsteckt, sondern eher leichte Kleidung. Möchte man auch länger wandern, empfiehlt es sich eventuelle auch T-Shirts einzustecken, die nicht aus Baumwolle gefertigt sind. Fängt man an zu schwitzen, werden diese meist nass und man fängt an zu frieren.
Für das Schuhwerk gilt, dass Trekkingschuhe für die unterschiedlichsten Aufgaben gut geeignet sind, sei es wandern oder fruitpicking. Als kleiner Tipp: Vielleicht nicht unbedingt die ganz neuen Schuhe nehmen, sonder bereits die Eingelaufenen! Für die wärmen Temperaturen eignen sich einfache Sandalen oder FlipFlops, wie sie die meisten Neuseeländer im Alltag tragen. Die kann man alternativ zum Duschen und in der Freizeit anziehen.
Wenn das alles zu viel ist, muss man nicht in Panik geraten. In Neuseeland kann man relativ günstig Bekleidung kaufen, sodass man einige Dinge auch vor Ort besorgen kann. Für einen Einkauf wartet man am besten bis zu einer Großstadt, wo man sich günstig ausstatten kann.
Die Erfahrung zeigt, dass man häufig zu viel einsteckt und sich dann mit dem „unnützen“ Zeug abschleppt. Für einen rund einjährigen Aufenthalt braucht man kaum mehr Kleidung als für einen klassischen dreiwöchigen Urlaub. Ist man unterwegs, kann man beispielsweise auf Campingplätzen oder hostels seine Wäsche waschen. Also lieber etwas leichter packen und im Notfall kauft man das Fehlende in Neuseeland ein. Das Gleiche gilt für Shampoo und Duschbad. Dies gibt es auch in Neuseeland und ist nicht teurer als zu Hause.
Campingausrüstung
Ein guter Schlafsack ist bei den kühlen Nachttemperaturen wirklich Gold wert, sodass man an dieser Stelle wirklich nicht sparen sollte. Mit dem eigenen Schlafsack ist man unabhängiger und ist nicht auf fremde Bettwäsche, gerade in hostels, angewiesen.
Reist man allein, braucht man ein kleines Zelt, welches auch einer stärkeren Brise standhalten sollte. Dies alles braucht man jedoch nicht mitzuschleppen, sondern kann sich in den diversen Outdoor-Geschäften eindecken, denn diese sind nicht teurer als in Deutschland. Die Kiwis sind ein Outdoor-beigeistertes Volk. Daher findet man hier allerhand gute Geschäfte, in denen man umfassend beraten wird.
Oft verfügen hostels oder Internetcafé über ein sogenanntes „Schwarzes Brett“, wo sich oft Angebote von backpackern finden, die das Land verlassen. Hier kann man vielleicht das eine oder andere Schnäppchen machen. Genauso kann man am Ende seine Sachen wieder verkaufen und muss sie nicht zurück nach Deutschland schleppen.
Die Dinge, die man gerne vergisst
Würde ich an dieser Stelle eine Liste mit den Dingen aufstellen, die ich vergessen habe, wäre die wahrscheinlich sehr lang.
Hier nun die wichtigsten Dinge, die zwar klein sind, jedoch großes ausmachen, wenn man auf sie verzichten muss.
- ein Erste-Hilfe-Set: Es kann doch passieren, dass man sich die ein oder an der Blase läuft, plötzlich tierische Kopfschmerzen bekommt oder sich schneidet.
- Sonnenbrille, Sonnencreme und Mütze: Durch die dünne Ozonschicht über Neuseeland brennt die Sonne besonders aggressiv, wogegen man sich schützen muss. Empfohlen ist mindestens ein Lichtschutzfaktor von 30 in Kombination mit einer Mütze und einer guten Sonnenbrille.
- Ohropax: Schläft man in hostels mit Leuten, die man nicht kennt, können Ohropax den wichtigen Schlaf garantieren.
- Ersatzbrille: Ist man Brillen- und kein Kontaktlinsenträger, sollte man darüber nachdenken, sich eine Ersatzbrille einzustecken. Geht die eigentliche Brille kaputt, steht man wenigstens nicht im Regen und behält den Durchblick.
- kleines Schloss: Hat man Wertsachen dabei, sollte man sich doch überlegen sich ein kleines Schloss für den Koffer oder Rucksack einzustecken.
- Taschenlampe: Eine Taschenlampe ist in vielen Situationen gefragt. Gut sind die, die man mit einem Band am Kopf festmachen kann, sodass man die Hände frei hat. In Neuseeland gibt es einige Höhlen, die man auf eigene Faust entdecken kann. Vielleicht kauft man sich auch lieber Akkus statt Batterien. Sie sind zwar ein wenig teurer, so kann man sie jedoch immer wieder aufladen ohne sich mit den Batterien abzuschleppen.
- Taschenmesser: Wenn man es mitnimmt, dann auf alle Fälle nicht im Handgepäck. Ein Taschenmesser kann man ebenso vielseitig einsetzen- Besteck, Werkzeug etc.
- Ladegeräte: Ladegeräte für Akkus, Handy, Laptop und Co.
- Fernglas: Wie oft habe ich schon gejammert, dass ich kein Fernglas dabei habe. Gerade bei Tierbeobachtungen ist so etwas Gold wert. Es gibt ziemlich kleine, sodass sie auch leicht zu transportieren sind.
- Kopie der wichtigsten Papiere: Gerade bei Zeugnissen, Versicherungspolicen oder Tickets steckt man sich am besten Kopien ein und lässt am besten die Originale zu Hause. Im Falle eines Verlustes wiegt das Verschwinden nicht ganz so schwer.
- Passfotos: Will man in Neuseeland arbeiten oder benötigt noch Ausweise, kann man mit bereits mitgebrachten Passbildern Geld sparen.
- Pinzette: Für die Schönheit und die Dinge, die man sich eintritt.
- kleines Nähset: Falls die eine oder andere Naht platzt oder man sich anderweitig behelfen muss.
- Kosmetika und Taschentücher: Kosmetika sind in Neuseeland verhältnismäßig teuer und Taschentücher, wie wir sie kennen, gibt es selten und dann meist nur in Pappboxen, die recht teuer sind. Eine kleine Grundausstattung spart demnach Geld.
- Nackenhörnchen: Bei Langstreckenflügen macht so ein kleines Kissen den großen Unterschied. Ich hätte gern eines dabei gehabt.
- Adapter: Die neuseeländischen Steckdosen sind dreipolig und man benötigt einen extra Adapter.
- Medikamente: Muss man diese regelmäßig nehmen, sollte man genau überlegen, wie viel man für die Zeit in Neuseeland braucht. Es ist nicht immer die Möglichkeit gegeben, dass man die gleichen hier bekommt. Also gut kalkulieren!
- kleine Apotheke: Schmerztabletten, Erkältungsmittel und was man sonst noch für nötig hält.
- Impfausweis: Im fall einer Krankheit, oder schlimmer noch eines Unfalls, sollte man diesen einstecken haben. Dies wünscht man natürlich keinem, aber man weiß ja nie.
Das Problem mit den Wertsachen
Nach Möglichkeit sollte man darauf verzichten, wirklich wertvolle Dinge mit auf Reisen zu nehmen. Tut man dies doch, sollte man nicht damit hausieren gehen. Einige Sachen lassen sich jedoch nicht vermeiden.
Ganz wichtig ist eine Kreditkarte, mit der man so ziemlich überall zahlen kann. Kommt man nach Neuseeland kann man vor Ort ein Konto eröffnen, aber so lange tut es die eigene Kreditkarte. Bei der heimischen Bank macht man sich am besten über die Gebühren schlau. Bei der Bank Westpac kann man kostenlos Geld mit der Kreditkarte abheben. Es fallen nur die Gebühren der eigenen deutschen Bank an.
Natürlich wird so ziemlich jeder sein Handy mitnehmen wollen, um mit den Daheimgebliebenen in Kontakt zu bleiben.
Nicht schlecht ist eine kleine Tasche, die man sich um die Hüfte bindet und wo man seine wichtigsten Wertsachen reinstecken kann. In Hostels hat man auch meist die Möglichkeit zur Verfügung gestellte Schließfächer zu nutzen.
Für das Handgepäck gilt möglichst nicht zu schwer, da man es doch eine Weile mit sich herumschleppt und vor allem sollte man daran denken, keine spitzen oder gefährlichen Gegenstände einzustecken. Das bringt spätestens am Flughafen ungewollten Stress.
Am besten man wählt einen Rucksack, den man bequem auch ein paar Stunden tragen kann. So ausgerüstet, kann es eigentlich losgehen!

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